Nach dem Schnitt liegt eine Datei vor, die für eine Website in der Regel zu groß ist. Sie stammt aus einer Kette, die auf Qualitätsreserve ausgelegt ist: Die Kamera nimmt mit hoher Datenrate auf, das Schnittprogramm exportiert standardmäßig großzügig. Für die Website zählt etwas anderes, nämlich dass das Video sofort startet, auf dem Handy im Mobilfunknetz nicht stockt und trotzdem sauber aussieht. Dazwischen liegen fünf Entscheidungen.
Warum Rohdateien zu groß sind
Kameras und Smartphones nehmen bewusst mit mehr Daten auf, als das fertige Video braucht. Diese Reserve ist im Schnitt nützlich, weil Farbkorrektur, Ausschnittänderungen und Stabilisierung Qualität kosten. Auf der Website ist sie wertlos, denn jeder Besucher lädt sie mit herunter.
Dazu kommt, dass der Player das Video ohnehin auf die Größe des Fensters rechnet. Ein Film in 4K, der in einem Bereich von wenigen hundert Pixeln Breite läuft, bringt keinen sichtbaren Vorteil, verbraucht aber ein Vielfaches an Daten und an Rechenleistung. Auf älteren Geräten führt das zu ruckelnder Wiedergabe. Was das für die gesamte Seite bedeutet, steht ausführlich in Video und Ladezeit.
Auflösung und Bilder je Sekunde festlegen
Für Firmenvideos auf der eigenen Website ist 1080p in aller Regel die sinnvolle Obergrenze. Läuft das Video in einem kleinen eingebetteten Player, genügt auch die nächstkleinere Stufe, ohne dass der Unterschied auffällt. Größer als die Fläche, in der es abgespielt wird, muss ein Video nie sein.
Bei der Bildrate gilt dasselbe Prinzip. 25 oder 30 Bilder je Sekunde sind für Sprache, Rundgänge und Produktaufnahmen der Normalfall. Die doppelte Bildrate braucht deutlich mehr Daten und lohnt sich nur, wenn schnelle Bewegung im Bild ist oder wenn Sie eine Zeitlupe planen. Wichtig ist außerdem, die Bildrate nicht nachträglich zu ändern, weil Bewegungen dabei unrund werden.
Bei Bildschirmaufnahmen und eingeblendeten Texten verhält es sich anders: Hier zählt Schärfe mehr als Bewegung. Wenn kleine Schrift lesbar bleiben soll, bleiben Sie bei der vollen Auflösung und sparen lieber an der Bildrate.
H.264 ist der sichere Standard
Für ein Video, das auf einer Firmenwebsite läuft, ist H.264 im MP4-Container die naheliegende Wahl. Es wird von allen gängigen Browsern abgespielt, auch von älteren Geräten, und die Dekodierung übernimmt in den meisten Fällen die Hardware, was den Akku schont.
Neuere Verfahren komprimieren bei gleicher Qualität stärker, werden aber nicht überall abgespielt oder verlangen mehr Rechenleistung. Sie sind sinnvoll, wenn Sie mehrere Fassungen bereitstellen und der Player automatisch wählt. Für die eine Datei, die überall funktionieren soll, bleibt H.264 die Variante mit den wenigsten Überraschungen.
Datenrate oder Qualitätsstufe
Beim Export stehen zwei Wege zur Wahl. Entweder legen Sie eine feste Datenrate fest, dann ist die Dateigröße vorhersehbar, die Qualität schwankt aber je nach Bildinhalt. Oder Sie wählen eine Qualitätsstufe, dann bleibt die Qualität konstant und die Datenrate passt sich an: Ein ruhiges Interview braucht wenig, ein Schwenk durch die Halle mit Funkenflug viel.
Für Firmenvideos ist die Qualitätsstufe meistens der bessere Weg, weil sie genau dort spart, wo nichts passiert. Gehen Sie schrittweise vor, also exportieren, ansehen, bei Bedarf anpassen. Achten Sie dabei auf die kritischen Stellen: Bewegung vor gemustertem Hintergrund, dunkle Szenen, Rauch, Wasser und Laub. Dort zeigen sich Blöcke und Streifen zuerst.
Sehen Sie sich das Ergebnis im Vollbild an, nicht in der Vorschau des Schnittprogramms, und vergleichen Sie es an zwei oder drei Stellen mit dem Original. Wenn Sie keinen Unterschied erkennen, ist noch Luft nach unten.
Ton, Poster und Dateiname
Die Tonspur wird beim Export mitkomprimiert und geht dabei gern unter. Prüfen Sie nach dem Export, ob der Ton noch sauber ist und ob die Lautstärke über den ganzen Film gleich bleibt. Wie viel Aufwand sich vorher lohnt, steht in Guter Ton im Video. Für eine reine Tonaufnahme, etwa eine Podcastfolge auf der eigenen Website, reicht bei Sprache MP3 mit 128 kBit je Sekunde aus.
Ein Poster ist das Standbild, das vor dem Start zu sehen ist. Ohne Poster zeigt der Player eine schwarze Fläche oder ein zufälliges Einzelbild. Nehmen Sie ein Bild aus dem Video selbst, speichern Sie es als JPEG und machen Sie es nicht breiter, als der Player es darstellt; 1920 Pixel Breite sind auch für große Bildschirme genug.
Geben Sie der fertigen Datei zum Schluss einen Namen, an dem Sie sie in einem Jahr noch erkennen. Wie ein System dafür aussehen kann, steht in Videos benennen und ordnen.
Prüfen, und wann der Server die bessere Lösung ist
Rechnen Sie am Ende die Dateigröße auf die Laufzeit um und sehen Sie sich das Video einmal auf einem Handy im Mobilfunknetz an, nicht im Büro-WLAN. Wenn es dort ohne Wartezeit startet und beim Weiterspringen nicht hängt, ist die Datei in Ordnung.
Dieser Ablauf ist Handarbeit und muss bei jedem neuen Video wiederholt werden. Wer regelmäßig veröffentlicht, verlagert die Umwandlung deshalb besser auf den Server. Auf auvimix laden Sie die geschnittene Datei hoch, die Umwandlung auf H.264 mit bis zu 1080p und bis zu 30 Bildern je Sekunde läuft serverseitig, Bilder werden als JPEG bis 1920 Pixel Breite abgelegt, und ein Vorschaubild entsteht automatisch.
Der Vorteil ist nicht nur Bequemlichkeit, sondern Gleichmäßigkeit: Alle Videos landen im selben Format, unabhängig davon, wer sie exportiert hat. Das Einbetten läuft anschließend über ein Widget ohne Cookies, was die Fragen aus Video einbetten und Datenschutz entschärft.
- Auflösung höchstens 1080p, passend zur Fläche im Player
- 25 oder 30 Bilder je Sekunde, außer bei schneller Bewegung
- H.264 im MP4-Container
- Qualitätsstufe statt fester Datenrate, Ergebnis an den schwierigen Stellen prüfen
- Poster als JPEG, höchstens 1920 Pixel breit
- Ton gegengehört, Lautstärke über den ganzen Film gleichmäßig
Kurz gefasst
Für die Website gilt fast immer dieselbe Kombination: H.264 im MP4-Container, höchstens 1080p, 25 oder 30 Bilder je Sekunde und eine Qualitätsstufe statt einer festen Datenrate. Wichtiger als der letzte Prozentpunkt an Dateigröße ist, dass Sie das Ergebnis einmal auf einem Handy gesehen haben. Wer oft veröffentlicht, überlässt die Umwandlung dem Server.
Häufige Fragen
Welches Format soll ich für die Website nehmen?
H.264 im MP4-Container. Es läuft in allen gängigen Browsern und auch auf älteren Geräten, und die Dekodierung übernimmt meist die Hardware.
Ist 4K auf der Website sinnvoll?
Selten. Der Player rechnet das Bild auf die Fläche herunter, in der es läuft, während die vierfache Datenmenge bei jedem Besucher ankommt. 1080p ist für Firmenvideos die praktikable Obergrenze.
Wie stark darf ich komprimieren?
So stark, dass Sie an den schwierigen Stellen keinen Unterschied zum Original sehen. Prüfen Sie dunkle Szenen, Rauch, Wasser und Bewegung vor gemustertem Hintergrund, dort zeigen sich Blöcke zuerst.
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