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Was ein Firmenvideo an Aufwand kostet

Die Frage nach dem Preis eines Firmenvideos lässt sich seriös nur über den Aufwand beantworten. Wer die einzelnen Posten kennt, kann realistisch planen und an den richtigen Stellen sparen.

Stand 23. September 20267 Minuten LesezeitFirmenvideo

Auf die Frage, was ein Firmenvideo kostet, gibt es keine ehrliche Zahl, weil die Spanne zwischen einem selbst gedrehten Einblick und einem produzierten Imagefilm zu groß ist. Es gibt aber eine ehrliche Rechnung, und die läuft über Stunden und Halbtage. Wer die Posten einzeln durchgeht, erkennt schnell, wo der Aufwand wirklich entsteht und welche Entscheidungen ihn vervielfachen.

Rechnen Sie in Aufwand, nicht in Preisschildern

Ein Preisschild verdeckt, woraus sich der Aufwand zusammensetzt. Es sagt Ihnen nicht, ob die Vorbereitung enthalten ist, wie viele Korrekturen vorgesehen sind und wer die Datei am Ende auf die Website bringt. Genau diese Punkte entscheiden aber darüber, ob ein Projekt in einer Woche abgeschlossen ist oder sich über Monate zieht.

Rechnen Sie deshalb in Einheiten, die Sie selbst kontrollieren können: Stunden für die Vorbereitung, Halbtage für den Dreh, Stunden für den Schnitt. Diese Rechnung gilt für die eigene Arbeitszeit genauso wie für ein Angebot von außen, und sie macht beides vergleichbar.

Der Vorteil dieser Sichtweise zeigt sich beim zweiten Video. Vorbereitung und Aufbau werden mit jeder Wiederholung schneller, weil Sie Ablauf, Orte und Vorlagen kennen. Der Dreh selbst bleibt dagegen ungefähr gleich lang, weil er an den Betrieb gebunden ist.

Die fünf Posten im Einzelnen

Jedes Firmenvideo besteht aus denselben fünf Posten, unabhängig davon, wer es produziert. Die Vorbereitung umfasst Thema, Zielgruppe, Skript und Drehplan und liegt für ein einfaches Video im Bereich weniger Stunden. Der Dreh braucht bei guter Vorbereitung einen halben Tag, dazu kommt die Zeit der Personen vor der Kamera, die im Betrieb fehlen.

Der Schnitt ist der Posten, der am häufigsten unterschätzt wird. Als Faustregel gilt: Für jede Minute fertigen Film gehen mehrere Stunden Arbeit ins Sichten, Sortieren, Schneiden, Tonangleichen und Untertiteln. Wer selbst schneidet und dabei ungeübt ist, rechnet großzügiger.

Dazu kommen die Korrekturschleifen, die sich nach der Zahl der Beteiligten richten, und die Veröffentlichung. Letztere umfasst das Hochladen, das Komprimieren, das Einbetten auf der Seite sowie Titel und Beschreibung. Wer den Film auf auvimix legt, spart den Komprimierungsschritt, weil die Verkleinerung serverseitig läuft und der Einbettungscode ohne Cookies auskommt.

  • Vorbereitung: Thema, Zielgruppe, Skript, Drehplan, Einwilligungen
  • Drehtag: Aufbau, Aufnahme, Abbau, dazu die Zeit der Beteiligten
  • Schnitt: Sichten, Schneiden, Ton, Untertitel, Export
  • Korrekturschleifen: Abstimmung, Änderungen, erneuter Export
  • Veröffentlichung: Hochladen, Einbetten, Titel, Beschreibung, Verlinkung

Eigenproduktion oder Agentur

Die Eigenproduktion ist dann sinnvoll, wenn Sie regelmäßig Inhalte brauchen und die Themen aus dem Alltag kommen. Einblicke in die Fertigung, Erklärungen zu einzelnen Leistungen, kurze Antworten auf Kundenfragen: Solche Filme verlieren wenig, wenn sie einfach gemacht sind, und gewinnen viel dadurch, dass sie überhaupt entstehen. Der Einstieg ist in Firmenvideo mit dem Smartphone drehen beschrieben.

Eine Agentur lohnt sich dort, wo ein Film lange stehen bleibt und für die Außenwirkung zentral ist, also bei einem Imagefilm für die Startseite, bei einem Messefilm oder bei aufwendigen Aufnahmen mit Drohne, Sprecher und Ton in Studioqualität. Dort zahlen Sie nicht für Technik, sondern für Erfahrung und für die Sicherheit, dass das Ergebnis planbar ist.

In der Praxis fahren viele Unternehmen zweigleisig. Ein produzierter Film trägt den Auftritt, der Alltag wird selbst gedreht. Wichtig ist dabei, dass beides in derselben Struktur landet und auffindbar bleibt, wie in Firmenmediathek aufbauen beschrieben.

Wo Geld sinnvoll eingesetzt ist

Wenn Budget vorhanden ist, bringt es an drei Stellen am meisten. Die erste ist der Ton. Ein ordentliches Ansteckmikrofon verbessert jedes künftige Video, kostet einmalig und ist nach kurzer Einarbeitung von jedem im Team zu bedienen. Kein anderer Posten hat ein ähnliches Verhältnis von Aufwand zu Wirkung.

Die zweite Stelle ist die Stimme. Ein geübter Sprecher liest einen Text in einer Aufnahme so, dass er sitzt, während im Betrieb oft mehrere Anläufe nötig sind und das Ergebnis trotzdem steif klingt. Wer keinen Sprecher engagieren will, setzt auf Originalton und Untertitel statt auf einen gesprochenen Kommentar.

Die dritte Stelle ist die Musik. Lizenzierte Musik aus einer seriösen Quelle ist überschaubar im Preis und nimmt Ihnen das Risiko, dass ein Video später wegen der Tonspur gesperrt oder beanstandet wird. Was Sie dabei im Blick behalten sollten, und wo bei Aufnahmen von Personen die Einwilligung nötig ist, ordnet Rechte und Einwilligungen bei Videos als Praxishinweis ein.

TippKaufen Sie Ausrüstung erst, wenn Ihnen beim dritten Video dieselbe Sache gefehlt hat. Bis dahin wissen Sie genau, was Sie brauchen.

Korrekturschleifen begrenzen, bevor sie entstehen

Der teuerste Posten eines Firmenvideos ist selten der Dreh, sondern die Zahl der Runden danach. Jede zusätzliche Schleife kostet Schnittzeit, einen neuen Export und die Aufmerksamkeit aller Beteiligten. Besonders unangenehm sind Änderungen am Text, weil sie oft eine neue Aufnahme nach sich ziehen.

Die Lösung liegt vor dem Dreh. Holen Sie die Freigabe für das Skript ein, nicht für den fertigen Film, und lassen Sie alle unterschreiben, die später mitreden werden. Legen Sie außerdem vorher fest, wie viele Korrekturrunden vorgesehen sind und bis wann Rückmeldungen kommen müssen. Die Grundlagen dafür stehen in Firmenvideo planen.

Sammeln Sie Rückmeldungen gebündelt und mit Zeitangabe, also nicht als allgemeine Eindrücke, sondern als konkrete Stellen im Film. Eine Rückmeldung wie "bei Sekunde 42 fehlt der Hinweis auf die Prüfung" lässt sich in Minuten umsetzen, eine wie "wirkt noch nicht rund" kostet einen halben Tag.

  • Skript freigeben lassen, nicht erst den fertigen Film
  • Zahl der Korrekturrunden vorher festlegen
  • Rückmeldungen gebündelt und mit Zeitangabe einsammeln
  • Eine Person benennen, die die Rückmeldungen zusammenführt
  • Kleinigkeiten sammeln und beim nächsten Video besser machen

Kurz gefasst

Ein Firmenvideo kostet vor allem Zeit, und diese Zeit verteilt sich anders, als die meisten erwarten: Der Dreh ist der kürzeste Posten, Schnitt und Abstimmung sind die längsten. Wer vorher Skript und Korrekturrunden klärt, hält den Aufwand bei einem Halbtag Dreh und überschaubarer Nacharbeit. Geld ist beim Ton am besten angelegt.

Häufige Fragen

Wie viel Zeit sollte ich für den Schnitt einplanen?

Rechnen Sie je Minute fertigem Film mit mehreren Stunden, wenn Sie selbst schneiden und wenig Übung haben. Der größte Teil davon geht nicht ins Schneiden, sondern ins Sichten des Materials. Wer beim Dreh sauber nummeriert und unbrauchbare Aufnahmen sofort löscht, verkürzt diesen Schritt deutlich.

Lohnt sich ein Jahresvertrag mit einer Agentur?

Nur wenn Sie den vereinbarten Umfang auch abrufen. Viele Unternehmen unterschätzen, wie viel interne Vorbereitung jedes Video braucht, und lassen Kontingente verfallen. Starten Sie mit einem einzelnen Projekt, messen Sie den eigenen Aufwand und entscheiden Sie danach.

Kann ich die Kosten senken, indem ich mehrere Videos an einem Tag drehe?

Ja, das ist der wirksamste Hebel. Aufbau, Anfahrt und Einrichtung fallen nur einmal an, und die Beteiligten sind ohnehin vorbereitet. Planen Sie dafür mehrere kurze Themen mit derselben Struktur und arbeiten Sie sie nach Orten geordnet ab.

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